Sekundäre Pflanzenstoffe

Phospholipide – Lecithin

Sekundäre Pflanzenstoffe haben einen vitaminähnlichen Charakter und werden auch als sogenannte Phytamine bezeichnet. Sie dienen Pflanzen zum Beispiel als Farbstoff oder schützen sie vor schädlichen Einflüssen. Und auch für uns Menschen können sekundäre Pflanzenstoffe wertvolle Dienste leisten. Denn sie verfügen über zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften und werde daher im Rahmen der Mikrovitalstoffmedizin heute in einem Atemzug mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen genannt.

Von dem Begriff „sekundär“ sollten Sie sich daher keinesfalls irritieren lassen. Denn für uns sind diese Pflanzenstoffe alles andere als zweitrangig!

Für unsere Gesundheit lassen sich vor allem folgende Gruppen sekundärer Pflanzenstoffe nutzen:

Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe

Vertreter (Beispiele)

Flavonoide

Citrus-Bioflavonoide

Carotinoide

Lutein und Zeaxanthin

Phytoöstrogene

Isoflavonoide, Lignane

Phytosterine

Campesterin, Sigmasterin

Saponine

Sojasaponine

Sulfide

Alliin, Allicin

Sekundäre Pflanzenstoffe: Aufgaben & Funktionen

Von großer Bedeutung für unsere Gesundheit ist die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe vor allem aufgrund ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie sind echte Geheimwaffen im Kampf gegen schädliche freie Radikale und darum bedeutend für den effektiven Schutz unserer Zellen und Zellbausteine.

Dadurch haben sekundäre Pflanzenstoffe eine herausragende Schutzfunktion für unseren Körper. Wir können sie daher zur Vorbeugung verschiedenster Erkrankungen und Beschwerden einsetzen und mit sekundären Pflanzenstoffen unsere Gesundheit tatkräftig unterstützen.  
Hier einige der wesentlichen Wirkungen ausgewählter sekundärer Pflanzenstoffe:
Bioflavonoide & Carotinoide: Senkung der Blutfettwerte & Schutz des Herzens
Einige der sekundären Pflanzenstoffe, allen voran die Bioflavonoide und die Carotinoide, haben einen günstigen Einfluss auf zu hohe Blutfettwerte. Sie helfen dabei, Cholesterin zu senken und schützen dadurch unsere Gefäße effektiv vor einer Verkalkung. Dadurch sind sie bedeutsam als Schutzfaktoren vor Herzinfarkt und Herz- und Gefäßerkrankungen.

Vorbeugung von unterschiedlichen Krankheiten

Nicht nur weil sie freie Radikale – also die „Zellschädlinge“ schlechthin – effektiv neutralisieren, sind sekundäre Pflanzenstoffe bedeutsam für die Prävention von verschiedenen Krankheiten. U.a. wird derzeit auch die Senkung des Krebsrisikos mittels sekundären Pflanzenstoffen diskutiert. Einige von ihnen, etwa die Phytoöstrogene, haben einen günstigen Einfluss auf den Hormonhaushalt und sollen dadurch der Entstehung von hormonell bedingten Krebsarten vorbeugen können. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Prostata- und Brustkrebs genannt.

Lutein & Zeaxanthin: Vorbeugung der altersbedingten Makuladegeneration (Erkrankung der Augen):

Die sekundären Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin, die zur Gruppe der Carotinoide zählen, sind herausragend für den Schutz der Makula Lutea. Sie ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Lutein und Zeaxantin sind selbst Bestandteile der Makula. Weil sie schädliche UV-Strahlen auffangen und die Netzhaut vor freien Radikalen schützen, sind sie von besonderer Bedeutung für den Erhalt der Sehkraft und die Prävention einer altersbedingten Makuladegeneration. Bei dieser Erkrankung geht die Fähigkeit, scharf zu sehen, zunehmend verloren. Es kann bis zur Erblindung kommen. Für gesunde Augen spielen also neben Vitamin A ganz besonders auch Luthein und Zeaxanthin eine Rolle.

Soja-Isoflavone: Wechseljahresbeschwerden

Einige sekundäre Pflanzenstoffe werden als Phytoöstrogene, also als „pflanzliche Östrogene“, bezeichnet. Dazu zählen vor allem die Soja-Isoflavone, die in Sojabohnen enthalten sind. Sie wirken positiv auf den weiblichen Hormonhaushalt während der Wechseljahre und können dazu beitragen, das Wohlbefinden während der hormonellen Veränderung in den Wechseljahren zu verbessern.

Weil wir somit auf sehr vielfältige Weise von der Wirkung sekundärer Pflanzenstoffe profitieren, sollten wir darauf achten, dass wir sie dem Körper in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen.

Lebensmittel, die sekundäre Pflanzenstoffe enthalten

Die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe können wir nur dann zu uns nehmen, wenn wir regelmäßig ausreichend Obst und Gemüse essen und dabei auf gesunde Vielfalt, Abwechslung, Frische und gute Qualität achten.
Hier einige Beispiele dafür, in welchen pflanzlichen Lebensmitteln welche sekundären Pflanzenstoffe stecken:

sekundärer Pflanzenstoff

Lebensmittel

Betacarotin, Lycopin (Carotinoide)

Tomaten, Karotten

Lutein, Zeaxanthin (Carotinoide

Grünkohl

(Citrus-)Bioflavonoide

Grapefruit, Zitrone

Soja-Isoflavone (Phytoöstrogene)

Sojabohnen

Polyphenole

Blaubeeren

Sulfide

Knoblauch, Zwiebel

Um Ihren Körper gut mit sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen, sollten Sie jeden Tag mindestens 5 Portionen frisches Obst & Gemüse verzehren!
Zusätzlich gilt zu bedenken, dass

  • insbesondere die wertvollen Citrus-Flavonoide hauptsächlich in der Schale von Citrus-Früchten sitzen. Diese verzehren wir aber in der Regel nicht mit!
  • bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, etwa die Soja-Isoflavone, nur in einer bestimmten Pflanze vorkommen: in diesem Fall der Sojabohne. Nur wer häufig Soja verzehrt, stellt dem Körper somit diese, besonders für Frauen wichtigen Stoffe zur Verfügung.

Insofern kann es gerade für den gezielten Einsatz von sekundären Pflanzenstoffen je nach individuellem Bedarf sinnvoll sein, auf die zusätzliche Zufuhr mittels modernen Vitalstoffpräparaten zu setzen.

Die Kraft der sekundären Pflanzenstoffe gezielt nutzen: Anwendungsbeispiele

Citrus-Bioflavonoide & Vitamin C für starke Abwehrkräfte

Citrus-Bioflavonoide sind besonders starke Antioxidantien und damit echte Alleskönner unter den sekundären Pflanzenstoffen. Citrus-Bioflavonoide stärken Vitamin C und sorgen für dessen Erhalt im Körper: Sie erhöhen die Bioverfügbarkeit von Vitamin C, d.h. sie sorgen dafür, dass unser Körper Vitamin C besser aufnehmen kann. Darüber hinaus schützend sie Vitamin C vor einer Oxidation, also der Zerstörung.

Gut zu wissen: Citrus-Bioflavonoide stecken in Citrusfrüchten, allerdings hauptsächlich in deren Schale. Darum ist es schwer, sie über die Nahrung aufzunehmen. Wer kaut schon gern die Schale einer Orange oder einer Zitrone?

Wer also gezielt seinen Körper mit den schützenden Antioxidantien versorgen will und auch die Leistungsstärke von Vitamin C unterstützen möchte, kann flavonoidreichen Zitrusextrakt auch in Form der Nahrungsergänzung zuführen. Für eine optimale Versorgung mit Citrus-Bioflavonoiden und Vitamin C eignen sich besonders Kombipräparate, die über eine Depot-Wirkung verfügen und so den Körper über Stunden versorgen.

Lutein, Zeaxanthin & Vitamin A für scharfe Sehkraft

Neben Vitamin A, das unter anderem wichtig für das Hell-Dunkel-Sehen ist, spielen auch die sekundären Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxantin eine Rolle für den Erhalt der Sehkraft, weil sie die Netzhaut schützen. Wer also gezielt zur optimalen Unterstützung der Augengesundheit beitragen möchte, für den ist die Kombination aus Vitamin A, Lutein und Zeaxanthin ideal.

Fit und aktiv durch die Wechseljahre: Soja Isoflavone

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nervosität – Wechseljahresbeschwerden werden von vielen Frauen in der Menopause als äußerst belastend empfunden. Wer in diesem Fall auf eine pflanzliche Alternative zur Hormonersatztherapie sucht, dem stehen mit Soja-Isoflavonen bewährte sekundäre Pflanzenstoffe zur Steigerung von Wohlbefinden und Vitalität in den Wechseljahren zur Verfügung. Ideal ist die kombinierte Zufuhr von Soja Isoflavonen mit ausgewählten Vitalstoffen (Calcium, Vitamin D & Folsäure), die auch die Knochen stärken. Schließlich steigt das Osteoporoserisiko nach den Wechseljahren an. Und auch hier können wir einmal mehr die Kraft der Vitalstoffe nutzen!

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