Jod: Das Spurenelement für Schilddrüse und Stoffwechsel

Jod: Das Spurenelement für Schilddrüse und Stoffwechsel

Jod: Aufgaben & Funktion in unserem Körper

Das Spurenelement Jod ist unerlässlich für eine intakte Funktion der Schilddrüse und damit auch des Stoffwechsels. Denn Jod kann in eben die Schilddrüsenhormone eingebaut werden, die für die Regulation von Stoffwechsel und Körpertemperatur von besonderer Bedeutung sind: Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4).

Führen wir uns die vielfältigen Aufgaben der Schilddrüsenhormone einmal vor Augen (Stoffwechselregulation, Temperaturregulation, Regulation des Grundumsatzes des Köpers, Förderung von Wachstum und Zellteilung) wird deutlich, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Jod für unseren Stoffwechsel und damit auch für unsere Gesundheit ist.

Allerdings: Da Jod eigentlich nur in Seefisch in ausreichenden Mengen zu finden ist, kommt ein Jodmangel und in dessen Folge auch eine gestörte Schilddrüsenfunktion bei uns vergleichsweise häufig vor. Hier heißt es also rechtzeitig vorbeugen und mittels gezielter Nahrungsergänzung den Körper ausreichend mit Jod versorgen!

Wann Jod besonders wichtig ist

Wenn Seefisch eher die Ausnahme als die Regel ist

An sich sollte jeder, der etwas für eine intakte Schilddrüsenfunktion und damit einen gesunden Stoffwechsel tun möchte, frühzeitig an eine ausreichende Jodversorgung denken. Bei wem allerdings Seefisch und Meerestiere (die Hauptlieferanten von Jod) vergleichsweise selten auf dem Teller landen, der kann mittels geeigneter Vitalstoffe Jod in optimierter Dosierung zuführen.

In Schwangerschaft und Stillzeit

An Jod als wichtiges Spurenelement sollte auch in der Schwangerschaft unbedingt gedacht werden! Schließlich muss jetzt auch die Schilddrüse des Embryos kräftig unterstützt werden. Für eine gesunde Entwicklung des Kindes wird von daher eine erhöhte Jodzufuhr etwa ab der 12. Schwangerschaftswoche empfohlen. Diese gezielte Jod Supplementierung wird in der Regel auch in der Stillzeit beibehalten. Sprechen Sie hierüber auch mit Ihrem Frauenarzt.

Jod Mangel:  Ursachen & Symptome

Jod Mangel: Ursachen

Deutschland gilt als echtes Jodmangel-Land. Denn das ursprünglich in unseren Böden enthaltene Jod wurde in der Eiszeit ausgewaschen – pflanzliche und tierische Lebensmittel liefern daher in der Regel keine nennenswerten Dosen an diesem für unsere Schilddrüse und unseren Stoffwechsel so wichtigen Spurenelement. Eine ausreichende Versorgung über die Ernährung ist also schwierig.

Jod Mangel: Symptome

Die typischen Folgen eins Jodmangels sind:

  • Vergrößerung der Schilddrüse aufgrund der Bemühung um eine Kompensation des Jodmangel -> erkennbar als „Kropf“ (Struma)
  • Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Während eine Vergrößerung der Schilddrüse äußerlich durch den typischen Kropf (Struma) erkennbar ist und häufig mit einem Engegefühl einhergeht, äußert sich eine Unterfunktion der Schilddrüse mitunter durch häufig nicht gerade eindeutige Symptome.

Dazu zählen:

  • Müdigkeit
  • Gedächtnisstörungen
  • Deutliche Zunahme an Gewicht
  • Verstopfung
  • Trockene Haut
  • Haarausfall
  • Zyklusunregelmäßigkeiten bei Frauen

Lebensmittel, die Jod enthalten

Jod kommt aufgrund jodarmer Böden in Deutschland an sich nur in Seefisch bzw. Krustentieren vor. Zu den wichtigsten Fischarten, die Jod liefern, zählen Seelachs und Scholle. Zusätzlich kann auch jodiertes Speisesalz für die Jodversorgung genutzt werden.

Insofern steht fest: Die Möglichkeiten der Zufuhr von Jod in Deutschland sind äußerst begrenzt. Kein Wunder, dass ein Jodmangel hier recht weit verbreitet ist. Einen Ausweg stellen Nahrungsergänzungsmittel dar, die Jod in optimaler Dosierung und guter Bioverfügbarkeit enthalten.

Jod: Tagesbedarf

Der Tagesbedarf an Jod liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen bei 180 bis 200 µg. Kleinkinder benötigen um die 50 bis 80 µg und Kinder bis zum 14. Lebensjahr sollten täglich ca. 80 bis 180 µg Jod zuführen.

Höher ist der Jodbedarf von schwangeren und stillenden Frauen: 230 bis 500 µg Jod sollten es hier schon sein. Gegebenenfalls ist in diesem Fall bzw. bei einer unzureichenden Versorgung mit Jod über die Nahrung die Gabe eines geeigneten Jod-Präparats geeignet. Sprechen Sie hierzu auch mit Ihrem Arzt.

Wissenswerte Hinweise

Bei Motivationslosigkeit und anhaltender Müdigkeit empfiehlt es sich, bei einem Arzt einen möglichen Jodmangel abklären zu lassen.

Spezielle Vitalstoffpräparate mit einem Jod-Depot (z.B. in der Apotheke oder Drogerien) können helfen, einen Jodmangel auszugleichen und die Langzeitversorgung mit diesem wichtigen Spurenelement sicher zu stellen. Allerdings ist die Zufuhr von Jod im Falle einer Schilddrüsenüberfunktion bzw. einer Schilddrüsenentzündung aufgrund möglicher Schädigungen zu vermeiden. Klären Sie diese Punkte also mit Ihrem Arzt.

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