Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren sind im Gegensatz zu Omega-3-Fettsäuren in Deutschland keine Mangelware. Im Gegenteil – in der Regel sind wir sogar an Omega-6-Fettsäuren regelrecht überversorgt. Denn während sich Omega-3-Fettsäuren primär in Seefisch verstecken (und Hand aufs Herz: Wie oft kommt bei uns schon Fisch auf den Teller?) sind Omega-6-Fettsäuren zum Beispiel in Sonnenblumenöl oder Distelöl, Nüssen oder Sesam enthalten.

Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir in unserem Körper ein ausgewogenes Verhältnis an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren haben, genauer gesagt sollte die Verteilung bei 1 zu 5 liegen. Tatsache aber ist, dass Omega-6-Fettsäuren in unserem Körper meist die Überhand gewinnen, es uns aber gleichzeitig an Omega-3-Fettsäuren mangelt. Insofern gilt im Allgemeinen der Grundsatz: Mehr Omega 3 Fettsäuren (z.B. durch eine gezielte Nahrungsergänzung) und weniger Omega 6 Fettsäuren! Zugunsten von unserer Gesundheit und insbesondere zur effektiven Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Allerdings: Es gibt auch Sonderfälle, in denen wir bestimmte Omega-6-Fettsäuren wie zum Beispiel die Gamma-Linolensäure gezielt für unsere Gesundheit einsetzen können. So zum Beispiel bei Neurodermitis oder diabetischer Neuropathie.

Gamma-Linolensäure:
Funktionen und Aufgaben in unserem Körper

Nachtkerzenöl ist reich an Gamma-Linolensäure(GLA), die zu den sogenannten Omega-6-Fettsäuren gezählt wird. Es handelt sich um eine essentielle Fettsäure.
Zu den Aufgaben von Gamma-Linolensäure zählen zum Beispiel:

  • Unterstützung des Nervensystems
  • Steuerung von Immunreaktionen
  • Entzündungshemmung

Gamma-Linolensäure in der Mikrovitalstoffmedizin

Gamma-Linolensäure wird heute zur unterstützenden Therapie bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt. Zum Beispiel bei:

  • Diabetischer Neuropathie:
    Die diabetische Neuropathie ist eine mögliche Folge von Diabetes und geht mit Gefühlsstörungen (Kribbeln, Taubheit) an Füßen und Händen einher. Neben der richtigen Einstellung des Blutzuckers wird häufig zur Behandlung auf die Fettsäuren Alpha-Liponsäure und Gamma-Linolensäure gesetzt.
  • Neurodermitis
    Bei der Behandlung von Neurodermitis wird mitunter Gamma-Linolensäure aufgrund ihrer entzündungshemmenden Effekte begleitend verwendet.

Lebensmittel, die Gamma-Linolensäure enthalten

Gamma-Linolensäure ist insbesondere im Nachtkerzenöl zu finden. Auch Borretsch ist ein guter Lieferant von Gamma-Linolensäure.

Gut zu wissen: In unserem Körper können wir aus Linolsäure Gamma-Linolensäure herstellen. Insofern sind auch Linolsäure-haltige Lebensmittel auf indirektem Wege gute Gamma-Linolensäure Quellen. Und hier gilt wie bei allen Omega-6-Fettsäuren: Es gibt sie im Überfluss!
Hier ist Linolsäure enthalten:

  • Pflanzliche Öle (z.B. Sonnenblumenöl, Traubenkernöl)
  • Nüsse
  • Eier
  • Sesam
  • Mandeln
  • Weizenkeime

Wissenswerte Hinweise

Bei einer Epilepsie-Erkrankung ist vor der Einnahme von Gamma-Linolensäure Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Es besteht die Gefahr, dass bei hoher Dosierung das Risiko für Anfälle ansteigt.

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