Schwefelhaltige Aminosäuren: L-Methionin und L-Cystein

Schwefelhaltige Aminosäuren: L-Methionin und L-Cystein

Leucin, Isoleucin & Valin – Aufgaben & Funktion in unserem Körper

Die essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin zählen zu den verzweigtkettigen Aminosäuren und werden entsprechend auch als BCAA (aus dem Englischen: Branched Chain Amino Acids) bezeichnet.
Leucin, Isoleucin und Valin haben unterschiedliche Funktionen im Körper. Dazu zählen mitunter:

  • Muskelaufbau
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stressabwehr
  • Steigerung der Energie

Im Rahmen der Ahornsirupkrankheit ist die Aufnahme dieser Aminosäuren durch eine angeborene Stoffwechselstörung beeinträchtigt – typisches Symptom ist der Geruch des Urins nach Ahornsirup. In diesem Fall ist ein lebenslanger Verzicht auf Lebensmittel, die Leucin, Isoleucin und Valin enthalten, unerlässlich.

Leucin, Isoleucin und Valin in der Mikrovitalstoffmedizin

Die wichtigsten Einsatzbereiche von Leucin, Isoleucin und Valin im Rahmen der Mikrovitalstoffmedizin sind:

  • Sport
  • Nervliche Belastung, Stress
  • Unterstützende Behandlung der Leberzirrhose

Vor allem bei körperlicher Belastung , wie es beim Sport der Fall ist, spielen die Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin eine Rolle. Sie werden in Glucose umgewandelt und sorgen dadurch für mehr Energie. Möglichkeiten des Einsatzes von Leucin, Isoleucin und Valin vor sportlicher Aktivität:

  • Verzögerung des Zeitpunkts der Ermüdung
  • Erhöhung der Leistung
  • Verkürzung der Regenerationszeit

Auch wenn wir vermehrt Stress und nervlicher Belastung ausgesetzt sind, können Leucin, Isoleucin und Valin gute Dienste leisten. Denn sie sind wichtig für unseren Energie-Stoffwechsel und können auch die ablaufenden körperlichen Reaktionen in stressigen Situationen beeinflussen.

Nicht zuletzt spielen Leucin, Isoleucin und Valin auch eine Rolle im Rahmen der unterstützenden Behandlung einer Leberzirrhose. Denn hier können diese Aminosäuren die Ammoniakentgiftung unterstützen und damit unter Umständen einer hepatitischen Enzephalopathie (Beeinträchtigung der Gehirnleistung aufgrund einer mangelnden Entgiftung in der Leber) vorbeugen.

Lebensmittel, die Leucin, Isoleucin und Valin enthalten

Folgende Lebensmittel sind u.a. gute Lieferanten für Leucin, Isoleucin und Valin:

  • Hähnchen
  • Rinderfilet
  • Erdnüsse
  • Hühnerei
  • Thunfisch
  • Lachs
  • Haferflocken

Wissenswerte Hinweise

Bei der Ahornsirupkrankheit, einer erblich bedingten Stoffwechselerkrankung, kommt es zur Störung in der Verwertung von Leucin, Isoleucin und Valin. Entsprechend steigt der BCAA-Wert im Blut deutlich an. Körperliches Symptom ist dann u.a. der charakteristische Geruch des Urins nach Ahornsirup.  Wesentlicher Teil der dringend notwendigen Therapie ist der lebenslange Verzicht auf die verzweigtkettigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Darüber hinaus spielt insbesondere die Therapie mit Vitamin B1 eine wichtige Rolle in der Behandlung der Ahornsirupkrankheit.

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